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FDP-Kreistagsfraktion trifft sich mit dem Vorstand des WLV zum Meinungsaustausch

Die FDP-Kreistagsfraktion im Kreis Steinfurt hat sich erneut mit dem Vorstand des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) zu einem Austausch getroffen. Das Gespräch fand im Rahmen des regelmäßig etwa alle zwei Jahre stattfindenden Dialogformats statt und diente dem fachlichen Austausch zu aktuellen Themen der Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Kreisentwicklung.

Die FDP-Kreistagsfraktion im Kreis Steinfurt hat sich erneut mit dem Vorstand des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) zu einem Austausch getroffen. Das Gespräch fand im Rahmen des regelmäßig etwa alle zwei Jahre stattfindenden Dialogformats statt und diente dem fachlichen Austausch zu aktuellen Themen der Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Kreisentwicklung.

Zu Beginn stellte der Kreisvorsitzende des WLV im Kreis Steinfurt, Albert Rohlmann, in einem Impulsvortrag zentrale Entwicklungen und Herausforderungen dar. Dabei zeichnete er ein differenziertes Bild der aktuellen Situation. Im Mittelpunkt der anschließenden Gespräche stand die Weiterentwicklung des Umwelt- und Naturschutzes im Kreis. Ein Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der Qualität bestehender Schutzgebiete, während eine Ausweitung der Flächen im Gespräch als nachrangig behandelt wurde.

Rohlmann führte aus: „Viele Betriebe sehen die Gefahr, dass ordnungsrechtliche Vorgaben Eingriffe in Eigentumsrechte verfestigen und damit die Bereitschaft zur Weiterentwicklung bestehender Schutzmaßnahmen beeinflussen.“ Im Kreis Steinfurt bestehen derzeit rund 11.000 Hektar FFH-Schutzgebiete im Rahmen des europäischen Natura-2000-Programms. Eine Vergrößerung dieser Flächen sei nicht vermittelbar und führe nicht zu einer Verbesserung der Schutzsituation. Viel besser seien Maßnahmen zur Entwicklung von Fließgewässern, die sich über eine Länge von rund 700 Kilometern im Kreisgebiet erstrecken. Hier gelte es, bestehende Schutzmaßnahmen zu verbessern und zu intensivieren.

Die FDP-Kreistagsfraktion griff diese Punkte auf und stellte ihre Position zur Weiterentwicklung des Umwelt- und Naturschutzes dar. Sie betonte die Bedeutung kooperativer Ansätze zwischen Landwirtschaft, Verwaltung und Politik. Dr. Ekkehard Grützner, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, erklärte: „Unser Ziel ist es, Umwelt- und Naturschutz gemeinsam mit den Flächenbewirtschaftern weiterzuentwickeln. Maßnahmen müssen so ausgestaltet sein, dass sie praxistauglich bleiben und von den Betrieben mitgetragen werden können.“

Ein weiterer Themenkomplex war die Nitratbelastung des Grundwassers. Dabei wurde deutlich, dass Maßnahmen zur Verbesserung nur langfristig wirken. Der WLV-Vorstand verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung moderner Technologien in der Landwirtschaft. „Die Entwicklungen bei der präzisen Düngung zeigen, dass Fortschritte möglich sind, wenn Innovation und Praxis zusammenwirken“, so Grützner.

Abschließend wurde der Flächenverbrauch im Kreis thematisiert, der weiterhin bei etwa 1,5 Hektar pro Tag liegt. Die FDP-Kreistagsfraktion machte deutlich, dass sie hier Handlungsbedarf sieht und Ansätze unterstützen will, die sowohl eine Reduzierung des Flächenverbrauchs als auch die Schaffung von Wohnraum ermöglichen.

Die Gesprächsteilnehmer hielten fest, dass der Austausch unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und eine Grundlage für weitere Abstimmungen bildet. Der Dialog soll auch künftig fortgesetzt werden.